Kunstraub in der QF-Passage Dresden

24. Februar 2026

Spektakulärer Kunstraub in Dresden

Mitten im flirrenden Treiben der QF Passage in Dresden geschah das Unfassbare: Ein Kunstraub, so dreist, so kühl kalkuliert, dass ich sprachlos zurückbleibe. Zwischen Schaufenstern, Kaffeetassen und arglosen Blicken verschwand ein Werk, das die Besucher noch Minuten zuvor in seinen Bann gezogen hatte.

Gestohlen wurde das Kunstwerk „Pentagram in Birke“ – ein geheimnisvolles, beinahe magisches Werk des Künstlers Alexander Stroh. Ein Bild, das mit seinen feinen Linien, seinen deckenden Aquarellfarben und der rätselhaften Symbolik die Grenzen zwischen Natur, Mythos und innerer Unruhe verwischte. Und genau dieses Werk aus der Buchkunst-Ausstellung „Dresden zum Gruseln“ wurde zur Beute.

Die Ausstellung war frei zugänglich. Keine schweren Türen, keine Barrieren. Kunst zum Greifen nah – und offenbar auch zum Mitnehmen. Während Passanten schlenderten, Touristen fotografierten und das alltägliche Rauschen der Passage die Sinne betäubte, schlug der Täter zu. Lautlos. Präzise. Professionell.

War es ein spontaner Akt? Vorstellbar. Das Bild hing etwas verborgen an der hintersten schwarzen Stellwand. Ein zeitloser Naturholzrahmen 400 x 300 mm mit hellgrauem Passpartoutkarton umrahmte die Illustration aus dem 3 Band der 4-teiligen Buchreihe von Mario Sempf.

Das Bild war kein Massenobjekt, sondern ein unverwechselbares Einzelstück mit Wiedererkennungswert. Wer es entwendet hat, wusste offenbar genau, was er tat.

Zurück bleibt eine Lücke an der Wand. Und eine noch größere im Sicherheitsgefühl von mir als Ausstellungsorganisatorin. Denn wenn ein Werk am helllichten Tag aus einer belebten Passage verschwinden kann – was ist dann noch sicher?

Den Diebstahl habe ich bei der Dresdner Polizei zur Anzeige gebracht. Doch das Gemälde bleibt wohl verschwunden. Und mit ihm ein Stück künstlerischer Ausdruck, das nun selbst Teil einer Geschichte geworden ist: der Geschichte eines Kunstraubs.

Der Diebstahl geschah zwischen dem 10.12.2025 und dem 06.02.2026. Hinweise (auch anonym) zum Verbleib des Bildes nehme ich sowie die Dresdner Polizei unter der Vorgangsnummer 326/26/128123 entgegen. Finderlohn 300 €.

Die Ausstellung ist weiterhin geöffnet von Montag bis Samstag 10 bis 19 Uhr und wird demnächst erweitert mit Kinderbuch-Illustrationen von Sandra Mahn und Heike Georgi. Dem Langfinger wird dieses Bild keine Freude bereitet, mein Hexenfluch ist ausgesprochen. ;-)